Massivbau-Steintyp (Poroton, Kalksandstein, Ytong)

Massivbau-Steintypen

 

Poroton

Die aktuellen hochmodernen Ziegelsteine (z. B. T7, T8, T9) haben nichts mehr mit den alten Lochziegelsteinen zu tun. Sie leisten eine hervorragende Wärmedämmung. Das liegt daran, dass sehr viel Luft/bzw. winzigen Hohlräume sich innerhalb der Steine befinden.

Diese werden ergänzt durch viele sogenannte Stege, welche große Hohlräume bilden. Luft = Isolator = gute Wärmedämmung. Dadurch brauchen diese Steine keine weitere Außendämmhülle aus Steinwolle oder Styropor/EPS-Platten.

All dies macht die Steine sehr leicht und gar delikat. Die Schalldämmung ist hier also nicht die Stärke. Mit einem Schlagbohrer sollte man also nicht unbedingt für Wandinnenmontagen vorgehen. Aber mit den richtigen Dübel, können Sie hier natürlich genauso Ihren großen Flatscreen & Co. an die Wände montieren (wenn es denn sein muss).

 

Vorteile: Gute Wärmedämmung, natürlicher Stein (Ton), keine Styropor-Aussendämmung benötigt.

Nachteile: Schalldämmung der Aussenwände mässig. (Dies betrifft nicht Innenwände, welche mit anderen Volllochziegeln gemauert werden!). Aus persönlichen Erfahrungen kann bestätigt, werden, dass Sie eine laute Party feiern können, man wird nichts hören. Wenn Sie sehr nah (bis 100 Meter) an einer Zugstrecke wohnen, kann dies schon bemerkbar sein.

Spezialarten: Mit Dämmmaterialien gefüllt. Diese verbessern in der Regel die Dämmeigenschaften der Steine. Allerdings können auch ohne Füllungen hohe Dämmwerte erreicht werden. Denn Luft ist einer der besten Isolatoren!

Füllung mit Mineralwolle/Steinwolle: Erst nach vielen Jahren wird sich zeigen, ob die Dämmwolle nicht schrumpft und die Dämmeigenschaften verliert. Regen beim Bau oder gar ein Wasserschaden bedeuten für diese mit Minerallwolle gefüllten Steine ein großes Problem!

Füllung mit Perlit (Perlit ist ein weißes natürliches Granulat – dies ist ungiftig und kann auch im Garten für Erdverbesserungszwecke eingesetzt werden.)

Beim Zuschnitt der Steine muss der Bauunternehmer aufpassen, da das weiße Perlit raus rieseln kann. Dadurch gäbe es Steine mit schlechtere Dämmwirkung und dadurch Kältebrücken. Bei der Elektroinstallation blutet dann nochmal das Herz, wenn dicke große Schlitze in diese teuren Steine reingeschlitzt werden und wiedermal das Perlit raus fällt.

Will man bessere Dämmwerte bei Poroton erreichen, macht es am meisten Sinn, statt 36,5 cm starken Steinen, 42,5 cm oder gar 48 cm Steine zu verwenden.

 

Kalksandstein:

Kalksandstein wird im Gegenzug zu Poroton-Tonziegeln nicht gebrannt, sondern unter hohem Druck aus einigen Baustoffen gepresst.

Fast immer, wenn Sie weiße statt rötliche Steine sehen, wird beim Bau Kalksandstein verwendet.

Kalksandstein ist ein sehr voller massiver schwerer Stein. Dieser hat eine hervorragende Schalldämmung! Da dieser Stein aber eben so massiv ist, erreicht er nahezu keine Wärmedämmung. Hier wird in der Regel mit Styropor/EPS-Platten gedämmt. Eine Aussendämmung hat aber Nachteile die hier in einem separaten Punkt beschrieben sind.

Vorteile: gute Schalldämmung.

Nachteile: Aussendämmung (in der Regel aus Styropor) wird benötigt.

 

Aussendämmung aus Styropor/EPS-Platten:

Sie ist umstritten. Es wird viel Geld damit verdient, deswegen hat

dieser Baustoff eine große Lobby. Wir wollen diese nicht gänzlich schwarz reden, doch über folgende Punkte sollten Sie bescheid wissen:

Diese ist mit Feuerschutzmittel getränkt, kann von Vögeln als Nest ausgehöhlt werden, ist mit Fungiziden gegen Pilz und Flechtenwachstum behandelt (sehr giftig). Diese wäscht sich allerdings mit jedem Regen etwas aus und gelangt so in die Natur. Am Ende ist das Gift im Boden und das Moos dann doch an der Wand, was zu weiteren Verfärbungen führt.

Hier finden Sie ein Video-Beitrag zum Thema Feuer und Styropor-Dämmung:

https://www.youtube.com/watch?v=ZyxsTi3Oxnw

 

Y-Tong (Porenbeton)

Y-Tong ist der Markenname. Die korrekte Bezeichnung dieses Baustoffs lautet Porenbeton. Er sieht dem Kalksandstein ähnlich. Der Stein ist etwas heller und dämmt im Gegensatz zu Kalksandstein. Es ist sehr leicht und etwas brüchig. Porenbeton benötigt keine zusätzliche Aussendämmung.

 

Mehr zu Y-Tong/Porenbeton wird hier in Kürze beschrieben!